Was kostet die Installation einer Klimaanlage?


Klima kosten

Kauf, Einbau, Betrieb - Was kostet eine Klimaanlage?

Kosten einer Klimaanlage im Überblick

+ Split-Klimaanlage: 600 bis 2.000 Euro
+ Einbau: 650 bis 2.000 Euro
+ Inbetriebnahme: 350 bis 700 Euro
= Gesamtkosten: 1.600 bis 4.700 Euro
+ Betriebskosten: 85 bis 250 Euro pro Jahr

Die einmaligen Kosten umfassen den Kauf, den Einbau sowie die Inbetriebnahme einer Split-Klimaanlage und belaufen sich auf 1.600 bis 4.700 Euro. Hinzu kommen jährliche Betriebskosten in Höhe von 85 bis 250 Euro.

Vorteile von Split-Klimaanlagen

Eine Split-Klimaanlage besteht - im Unterschied zur Monoblock-Klimaanlage - aus zwei mit Kältemittelleitungen verbundenen Geräten: einem Innengerät, das die Luft ansaugt und kühlt, und einem Außengerät, das den Kühlkompressor beherbergt. Der Einbau von Split-Klimaanlagen ist vor allem in neueren Gebäuden ratsam. Dort ist oftmals wegen der starken Dämmung keine ausreichende Lüftung möglich. Feuchtigkeit, besonders in Küche und Bad, kann nicht entweichen - Schimmelbildung droht. Um dieser vorzubeugen, verbessert eine Split-Klimaanlage die Luftzirkulation und hilft dabei, die Räume optimal zu klimatisieren.

Mobile und stationäre Klimaanlagen im Vergleich

Mobile Klimaanlagen sind günstiger als fest verbaute Split-Klimaanlagen und im Baumarkt oder Discounter schon ab 100 Euro erhältlich, höherwertige Modelle kosten bis zu 800 Euro. Die Nachteile: Der Stromverbrauch und der Geräuschpegel sind höher. Zudem sind mobile Geräte nicht so robust wie Split-Klimaanlagen, die obendrein durch die stärkere Kühlleistung effizienter arbeiten. Für mehrere Zimmer eignen sich Multisplit-Anlagen. Die Anschaffungskosten liegen pro Gerät bei ca. 1.500 Euro.

Mobile vs. stationäre Klimaanlagen: Wie hoch sind die Betriebskosten?

Mobile Klimaanlagen erbringen durchschnittlich eine Leistung von 1.000 Watt und kosten demnach ca. 24 Cent pro Stunde. Angenommen, das mobile Gerät läuft 500 Stunden im Jahr, summieren sich die jährlichen Betriebskosten auf ca. 120 Euro. Verglichen damit sind Split-Klimaanlagen leistungsstärker und verbrauchsärmer: Die Betriebskosten betragen ca. 17 Cent pro Stunde, was bei einer jährlichen Laufzeit von 500 Stunden ca. 85 Euro ergibt.

Effizient und sparsam kühlen: EU-Label beachten!

Der Stromverbrauch einer Klimaanlage ist ein wesentlicher Kostenfaktor und lässt sich ganz einfach am EU-Label ablesen. Dieses muss laut Gesetz bei jeder Klimaanlage vorhanden sein und gibt die jeweilige Energieeffizienzklasse an. Geräte der höchsten Energieeffizienzklasse (A+++) verbrauchen im Vergleich zu Klasse-B-Geräten bis zu 40 % weniger Energie. Ein Blick aufs EU-Label lohnt sich, denn: Sparsame Modelle sind nicht zwingend teurer.

Was kostet ein Fachmann - und was leistet er?

Ein Fachmann berät die Kunden bei der Auswahl des passenden Modells und dessen Einbau, der je nach Gerät im Innenraum oder an der Außenwand erfolgt. Anschließend sorgt ein Fachmann für eine ordnungsgemäße Installation und ist - im Gegensatz zum Laien - befugt, elektrische Anschlüsse zu verlegen. Die Dienste eines Fachmanns kosten im Schnitt 900-1600 Euro.

Zentrale Lüftungsanlagen als Alternative

Alternativ zu Klimaanlagen haben sich zentrale Lüftungssysteme bewährt. Ein solches durchzieht das komplette Gebäude und filtert Feuchtigkeit und unangenehme Gerüche. Eine zentrale Lüftungsanlage eignet sich besonders für gut gedämmte Gebäude wie Passiv- oder Nullenergiehäuser. Allerdings ist der bauliche Aufwand im Vergleich zu Einbauklimaanlagen höher, da durch das gesamte Gebäude Lüftungskanäle verlegt werden müssen.

Zur Auswahl stehen reine Abluftanlagen sowie zentrale Zu- und Abluftanlagen. Letztere gelten als das Nonplusultra unter den Lüftungssystemen und besitzen ein entsprechendes Preisschild: Die Anschaffungskosten liegen bei ca. 12.000 Euro. Reine Abluftanlagen sind deutlich günstiger und bieten außerdem die Möglichkeit, Energie über die Wärmepumpe aus der Abluft zurückzugewinnen.

Klimaanlagen in Mietwohnungen: Was ist zu beachten?

Mobile Klimaanlagen dürfen in Mietwohnung jederzeit ohne Erlaubnis aufgestellt werden. Ist hingegen der feste Einbau einer Split-Klimaanlage geplant, bedarf es der vermieterlichen Zustimmung, vor allem dann, wenn ein Wanddurchbruch notwendig ist. Alternativ lassen sich Schlauchverbindungen einsetzen, falls die Klimaanlage bei geschlossenen Türen nicht betrieben werden soll.

Unbedingt zu beachten ist die Geräuschentwicklung. Diese kann unter Umständen nicht nur die Bewohner belästigen, sondern auch die Nachbarn, vor allem im Sommer bei geöffneten Fenstern. Als Faustregel gilt: Eine eingeschaltete Klimaanlage sollte Zimmerlautstärke nicht überschreiten - das tun aber viele Klimaanlagen. Daher ist vor dem Kauf ein Blick auf das bereits erwähnte EU-Label ratsam, das den Geräuschpegel in Dezibel angibt. Das deutsche Umweltbundesamt empfiehlt Höchstwerte von 45 Dezibel für Innen- und 55 Dezibel für Außenräume.

Förderung von Klimaanlagen: Wer bekommt Zuschüsse - und wie?

Der Einbau und die Optimierung einer Klima- oder Kälteanlage wird vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gefördert - allerdings sind Privatpersonen davon ausgenommen. Anrecht auf Zuschüsse haben Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Krankenhäuser. Der Förderantrag muss vor Baubeginn eingebracht werden und wird bearbeitet, sobald ein Sachverständiger die geplante Investition geprüft und ein Gutachten erstellt hat.

Checkliste für den Kauf und Einbau einer Klimaanlage

Planung des Einbaus:

- Wie viele Räume sollen mit einer Klimaanlage ausgestattet werden?
- Wie hoch ist der persönliche Kühlungsbedarf?
- Lassen sich Anschlüsse und Rohrleitungen so planen, dass keine übermäßig aufwändigen Eingriffe in die Bausubstanz erforderlich sind?
- In Mietwohnungen: Muss der Vermieter die Zustimmung geben?
- Ist der Einbau der Klimaanlage förderfähig? Falls ja: Antrag rechtzeitig vor Baubeginn einbringen.
- Beratung beim Fachhändler: Welches Modell eignet sich?
- Angebote von mehreren Fachfirmen einholen und vergleichen.
- Bestes Angebot annehmen und Auftrag vergeben.

Idealerweise erfolgen Kauf und Einbau aus einer Hand - und zwar aus jener eines Fachhändlers. Dieser kann auf die Vor- und Nachteile verschiedener Typen und Modelle hinweisen und die Kunden hinsichtlich Energieeffizienz und Lautstärke eingehend beraten.

Vor der Installation der Klimaanlage:

- Wo soll der Einbau der Klimaanlage erfolgen?
- Haben die Handwerker dort ausreichend Platz zum Arbeiten?

Nach der Installation der Klimaanlage:

- Funktionscheck: Arbeitet die Klimaanlage ordnungsgemäß?
- Regelmäßige Wartung und Reinigung vom Fachmann
- Regelmäßiges Ausleeren des Kondenswassers

Fazit

Klimaanlagen sind überaus nützlich, sollten aber unbedingt zum eigenen Kühlungsbedarf passen. Läuft die Klimaanlage ständig am Anschlag der Leistungsfähigkeit, sind sowohl Stromverbrauch als auch Verschleiß überdurchschnittlich hoch. Moderne Split-Klimaanlagen besitzen einen sehr flexiblen Kompressor. Dabei hält die automatische Drehgeschwindigkeitsregelung die Raumtemperatur konstant und senkt den Energieverbrauch um ca. ein Viertel. Außerdem gibt es nützliche Zusatzfeatures, etwa Fernbedienungen, Timer, Luftfilter sowie Programmier- und Wärmepumpenfunktionen.


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