Wie funktioniert eine Klimaanlage?


Die Funktionsweise einer Klimaanlage

Es gibt nicht die eine Klimaanlage, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Arten und Modelle. Je nach Raumgröße und Klimatisierungs-Wunsch entwickeln die Hersteller eigene Modelle, die den Ansprüchen der Kunden gerecht werden können. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Varianten von Klimaanlagen und wie diese funktionieren.
So unterschiedlich die einzelnen Modelle auch sind, das Prinzip der Funktionsweise ist immer dasselbe und ähnelt einem Kühlschrank. Mithilfe eines Kältekreislaufs wird warme Luft gekühlt.
Folgende Bauteile sind immer Bestandteil einer Klimaanlage:

  • Verdichter
  • Verflüssiger
  • Expansionsventil
  • Verdampfer

Die warme Raumluft wird am Verdampfer vorbeigeführt und gibt dabei ihre Wärme an das flüssige Kältemittel ab. Die Luft kühlt herunter und wird dann als kalte Luft in den Raum zurückgeführt. Derweil hat sich das erwärmte Kältemittel in einen gasförmigen Zustand verwandelt, wird im Kompressor verdichtet und in den Wärmetauscher geleitet. Die Wärme wird dort abgegeben, das Kühlmittel wird wieder flüssig und der Prozess beginnt von vorn.

Heizen mit einer Klimaanlage: So geht es

Mit effizienten Klimaanlagen können Sie Ihr Gebäude im Sommer nicht nur kühlen, sondern es im Winter auch heizen. Damit ist das Klimagerät ganzjährig im Einsatz. Der Heizvorgang funktioniert ebenso wie die Kühlung nur eben andersherum. Es wird keine warme, sondern kalte Luft aus dem Raum befördert. Die Außeneinheit nimmt Wärme aus der Umgebungsluft auf und gibt diese im Inneren des Raumes wieder ab. Derweil verdampft das Kältemittel im Außengerät und nimmt Wärme auf. Im Innengerät verflüssigt sich das Kältemittel durch die Wärmeabgabe wieder. Die Vorteile einer Klimaanlage mit integrierter Heizfunktion liegen klar auf der Hand:

  • Effektive Nutzung der Anlage das ganze Jahr über
  • Schnellerer Temperaturanstieg als bei klassischer Heizung
  • Luft wird gleichzeitig gereinigt
  • Wegfall von Primärenergie zum Heizen
  • Senkung der Luftfeuchtigkeit/Reduktion von Schimmelbildung

Kann eine Klimaanlage die Heizung komplett ersetzen?
Ein kompletter Wegfall weiterer Heizsysteme kann mit einer Klimaanlage in den meisten Fällen nicht erreicht werden. Sie stellt nur eine Ergänzung dar und kann sehr viel Energie einsparen. Wenn das Gerät als Haupt-Heizquelle eingesetzt werden soll, sind sowohl die Anschaffungs- als auch die Wartungskosten entsprechend höher.

Wie oft muss das Kältemittel in der Klimaanlage getauscht werden?

Der Kältekreislauf wird so lange wiederholt, bis die Luft die gewünschte Temperatur erreicht hat. Durch eine hermetische Abriegelung wird das gasförmige Kältemittel dabei immer wieder nahezu vollständig in das System zurückgeführt. Allerdings kann es sich über die Schläuche nach und nach verflüchtigen, was sich durch einen deutlichen Leistungsabfall der Anlage bemerkbar macht. Zudem kann der Kompressor bei einer zu geringen Menge an Kältemittel überhitzen und Schaden nehmen; ein Austausch geht oft in den vierstelligen Bereich. Achten Sie auf die Herstellerempfehlung zur Wartung des Gerätes. Bei den Wartungsterminen wird in der Regel immer das Kältemittel überprüft und ersetzt.

Warum müssen die Fenster geschlossen bleiben?

Physikalisch gesehen, ist eine Klimaanlage eine Kraftwärmemaschine, bei der Wärme mithilfe von mechanischer Energie transportiert wird. Es findet ein permanenter Austausch der Luft von einem kalten in ein warmes Reservoir statt. Damit dieser Vorgang funktioniert, muss aber das Fenster geschlossen bleiben. Andernfalls würde im Sommer ständig neue, warme Luft in den Raum strömen und dadurch die Kühlwirkung zunichtemachen.

So senken Klimaanlagen die Luftfeuchtigkeit im Raum

Gute Klimaanlagen verändern nicht nur die Raumtemperatur, sondern sie entfeuchten Ihre Räume gleichzeitig. Das ist in den meisten Fällen notwendig, da eine Abkühlung des Raumes gleichzeitig eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit mit sich bringt. Der Grund dafür ist einfach erklärt: Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit speichern. Die warme Luft des Raumes kondensiert an den kalten Röhren der Klimaanlage, wird als Kondenswasser gesammelt und nach außen geleitet.

Die verschiedenen Arten und Modelle von Klimaanlagen

Klimaanlagen unterscheidet man nach ihrer Funktionsweise und ihrer Installationsart. Wie diese Klimageräte im Einzelnen funktionieren, wofür sie verwendet werden und welche Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten bestehen, können Sie in der nachfolgenden Übersicht nachlesen.

Welche Klimaanlagen Arten gibt es?

Man unterscheidet zwischen in Single-Split, Multi-Split, Monoblock-Klimaanlagen und Wärmepumpen.

Split-Geräte: Single- und Multisplit-Klimaanlagen

Als Split-Geräte werden dezentrale Klimaanlagen bezeichnet, die über eine Innen- und eine Außeneinheit verfügen. Im Innenteil wird die Raumluft gekühlt, während die warme Luft über das Außenteil nach außen abgeführt wird. Im Außengerät sind der Verdichter und der Verflüssiger eingebaut, in dem das Kältemittel sich wieder von einem gasförmigen in einen flüssigen Zustand verwandelt, nachdem es die Wärme abgegeben hat. Man unterscheidet zwischen Single/Monosplit-Anlagen und Multisplit-Klimageräten.

Single Split

Bei einem Single-Split Klimagerät wird ein einzelnes Innengerät mit einer Außeneinheit verbunden. Sie eignet sich für die Kühlung eines einzelnen Raumes innerhalb eines Gebäudes.

Multisplit-Klimaanlagen

Multisplit-Geräte sind identisch aufgebaut. Der Unterschied besteht darin, dass die Außeneinheit an mehrere Inneneinheiten angeschlossen wird. Sie können also mit einer Multisplit Klimaanlage gleich mehrere Räume kühlen. Es ist mit modernen Lösungen möglich, bis zu 5 Innengeräte anzuschließen.
Sie können die Bauart dieser Geräte flexibel an Ihre Raumsituation anpassen und das Außengerät zum Beispiel mit einem Wandgerät und einem Deckengerät verbinden. Split-Anlagen werden fest im Raum eingebaut; dafür sollten Sie immer einen Fachmann beauftragen.

Monoblock-Klimaanlagen: Leichte Installation und leiser Betrieb

Dieses Gerät ist dann die beste Wahl, wenn Sie nach einer unkomplizierten und schnellen Lösung suchen, die keinen hohen Installationsaufwand erfordert. Monoblock-Klimaanlagen lassen sich leicht transportieren und können auch innerhalb des Gebäudes umgestellt werden. Eine Monoblock-Klimaanlage besteht – wie der Name schon sagt – aus nur einem einzelnen Gerät. Hier findet der komplette Kühlungsprozess der Luft statt. Eine zweite Einheit wird nicht benötigt. Daher wird diese Variante oftmals gewählt, wenn zum Beispiel eine denkmalgeschützte Fassade nicht verändert werden darf. Die warme Luft bzw. das Kondensationswasser wird durch einen Schlauch nach außen geleitet, der durch das leicht geöffnete Fenster geführt wird. Ein Vorteil der Geräte besteht darin, dass sie gegenüber Split-Geräten oft leiser arbeiten. Sie sind daher auch für Schlaf- und Kinderzimmer geeignet.

Wärmepumpen: Die Technologie der Zukunft

Wärmepumpen nutzen bereits vorhandene Energien aus der Erde oder der Umgebungsluft und gelten daher als Technologie der Zukunft. Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung die Wärme und gibt diese im Anschluss an die Heizkörper des Gebäudes ab. Dadurch wird die Nutzung externer Energie reduziert oder sogar gänzlich eingespart, so dass sich die Investition in die Geräte meistens schon nach wenigen Jahren auszahlt.
Einige Wärmepumpen können aber nicht nur zum Heizen, sondern auch zur Kühlung verwendet werden. Der Kreislauf wird bei der aktiven Kühlung umgedreht. Jetzt wird die Wärme aus dem Raum über die Wärmepumpe aufgenommen und in das Erdreich abgegeben. Als Kühlelement kommen Fußbodenheizungen und Gebläsekonvektoren zum Einsatz. Man spricht hier bei vom „Active Cooling“. Für diesen Prozess wird jedoch ein entsprechender Energieaufwand benötigt. Bei der passiven Kühlung dagegen muss nur sehr wenig oder gar keine externe Energie zugeführt werden. Für die Kühlung wird herbei die Differenz der Temperatur im Erdreich oder im Grundwasser genutzt, um den Innenraum im Sommer auf eine angenehme Temperatur zu bringen.

Hinweis: Die Kühlfunktion einer Wärmepumpe ist nicht vergleichbar mit der einer Split- oder Monoblock-Klimaanlage. Die Kühlung kann nicht exakt gesteuert werden; es entsteht lediglich ein kühlender Effekt.

Die verschiedene Klimaanlagen-Modelle

Klimaanlagen unterscheidet man auch nach ihrem Aufbau und ihrer Funktionsweise, sondern auch nach ihrer Installationsart. Darauf sollten Sie beim Kauf ein besonderes Augenmerk legen, damit das Gerät am Ende auch in Ihre Raumarchitektur passt.

Truhen Klimageräte

Truhengeräte bestehen aus einem Element, das flexibel im Raum platziert werden kann. Sie sind daher nicht an einen Aufstellort gebunden, sondern können es dort aufstellen, wo gerade Platz ist. Daher werden Truhengeräte auch als Flex-Klimageräte bezeichnet. Die meisten Truhengeräte können aufgrund einer halbrunden Kondensatwanne sowohl auf den Boden gestellt, als auch an der Wand montiert werden. Sie funktionieren sowohl hängend als auch stehend.

Kanal Klimageräte

Diese flachen Geräte wurden speziell für die platzsparende Montage in der Zwischendecke entwickelt. Die Kastengeräte können aber auch zum Bespiel auf den Dachboden gestellt werden. Sie eignen sich für den Anschluss an Luftkanäle, Luftschlitze und Flexrohre.

Wand Klimageräte

Die Wandgeräte gehören zu den bekanntesten und meistgenutzten Arten von Klimaanlagen. Im Regelfall werden sie direkt unter der Decke montiert und nehmen dabei kaum Platz weg.

Was bedeutet Quick-Connect Klimaanlage?

Quick & Connect bezieht sich auf die schnelle Installation der Geräte. Durch einen Easy Quick Anschluss sparen Sie dem Installateur sehr viel Arbeit, was sich am Ende auch positiv auf Ihrer Rechnung widerspiegelt. Die Systeme sind mit Schnellverschlüssen ausgestattet, die bereits vorab mit Kühlmittel befüllt wurden. Zudem gelingt ein rascher Einbau dank einer intelligenten Steuerung.

Kaufberatung Klimaanlage: Darauf sollten Sie achten

Die optimale Klimaanlage für das eigene Zuhause oder das Büro zu finden, kann in Anbetracht der Vielfalt auf dem Markt zur echten Herausforderung werden. Legen Sie Wert darauf, dass das Gerät gleichzeitig kühlen und heizen kann, benötigen Sie einen integrierten Pollenfilter und erwarten Sie eine Steuerung per App?

Worauf sollte beim Kauf einer Klimaanlage geachtet werden?

Es gibt unterschiedliche Faktoren, die beim Kauf einer Klimaanlage beachtet werden müssen. Die wichtigsten Punkte finden Sie in der nachfolgenden Übersicht.

Passendes Gerät für Ihren Einsatzzweck

Es macht einen Unterschied, ob Sie Ihre Klimaanlage lediglich für Ihr Wohnzimmer oder gleich für die komplette Büroetage kaufen wollen. Beachten Sie bei der Auswahl unter anderem die Größe des zu klimatisierenden Bereiches, die Wärmedämmung der Fassade, die Größe der Fensterflächen und weitere Wärme- bzw. Klimatisierungsmöglichkeiten, die bereits vorhanden sind. Generell gilt die Regel: Je größer der Raum, je mehr Fensterflächen und je weniger Heizquellen vorhanden sind, desto mehr Leistung muss die Klimaanlage erbringen.

Flexibler Kompressor zur Kühlung und Entfeuchtung

Ein angenehmes Klima entsteht nicht nur durch die optimale Temperatur, sondern auch durch eine angenehme Luftfeuchtigkeit. Daher werden viele Klimaanlagen mit einem mobilen Kompressor ausgestattet, der die Räume nicht nur klimatisiert, sondern auch entfeuchten kann. Achten Sie darauf, dass die Klimaanlage mit einer Drehgeschwindigkeitsregelung ausgestattet ist. Die Drehgeschwindigkeit wird dadurch automatisch an die Kühlung angepasst, was bis zu 30% Energie spart.

Qualitative Schadstofffilter

In der Raumluft sind oftmals Schadstoffe und Allergene wie Pollen, Hausstaub oder Zigarettenrauch enthalten. In die Klimaanlage integrierte Schadstofffilter können diese hausfiltern und so für saubere Luft in Ihren Räumen sorgen.

Lautstärke der Klimaanlage

Ältere Modelle haben meistens eine sehr starke Lautstärkeentwicklung, die die Raumnutzung stark beeinträchtigt und Schlaf sogar unmöglich machen an. Achten Sie auf einen geringen Lautstärkepegel; dieser wird in der Regel in der Herstellerbeschreibung angegeben.

Kühlen und Heizen

Klimageräte werden klassischerweise dazu genutzt, Innenräume im Sommer zu kühlen. Einige Geräte können heute aber auch im Winter zum Heizen verwendet werden. Wenn Ihnen das wichtig ist, achten Sie auf diese Funktion.

Bedienung

Einen wichtigen Beitrag zur Kaufentscheidung leistet die Bedienung des Klimagerätes. Die meisten Klimaanlagen werden mit einer Fernbedienung geliefert; einige hochmoderne Geräte können sogar von überall aus in der Welt per App gesteuert werden. Hochwertige Touchscreens und Farbdisplays am Gerät sorgen für zusätzlichen Bedienkomfort.

Energieverbrauch

Klimageräte müssen heute keine Energiefresser mehr sein. Achten Sie beim Kauf eines solchen Gerätes auf die angegebene Energieklasse. Je besser die Energieeffizienzklasse, desto weniger macht sich die Klimaanlage später auf der Energiekostenabrechnung bemerkbar.
Damit Sie lange Freude an Ihrer Klimaanlage haben, sollten Sie immer auf die Qualität achten und das Gerät fachgerecht installieren (lassen). Nur so sind eine optimale Einstellung und ein energieeffizienter Betrieb möglich.

Welche Klimaanlage für welche Raumgröße?

Es ist wichtig, dass Sie die Leistung des Klimagerätes immer der Raumgröße anpassen. Als Anhaltspunkt können Sie sich merken: Ein Raum mit einer Größe von 25m² braucht ein Splitgerät mit einer Leistung von etwa 555W. darüber hinaus gibt es aber noch einige Faktoren mehr, die bei der Auswahl des Klimagerätes berücksichtigt werden müssen.

Die benötigte Leistung des Klimagerätes einfach berechnen

Als Faustformel gilt, dass Sie pro qm³ Raum etwa eine Leistung von 30 Watt benötigen.

Ein Beispiel für die Berechnung der Kühllast nach Raumgröße

Sie wollen die Klimaanlage in einen Raum mit 20qm Fläche und einer Höhe von 3 Metern einbauen. Der Verbrauch beträgt in diesem Beispiel 20qm x 3m x 30Watt = 1800 Watt. Sie müssen also nach einer Klimaanlage suchen, die eine Leistung von 1,8 kW hat.

Tipp:Sie können die benötigte Kühlleistung auch auf mehrere Geräte aufteilen. Statt einem Gerät mit einer Leistung von 2 Watt können Sie auch zwei Geräte mit jeweils 1 kW Leistung nutzen.cc

Weitere Faktoren für die Berechnung der Kühllast

Nicht nur die Raumgröße kann als alleiniges Kriterium für die Berechnung der Klimaanlagen-Größe herangezogen werden. Es gibt noch weitere Faktoren, die die Kühllast beeinflussen:

Berechnung der Kühllast nach Raumgröße

Es macht einen Unterschied, ob sich der Raum im Kellergeschoss, im Dachgeschoss oder im Mittelteil des Gebäudes befindet. Ist der zu kühlende Raum in die Mitte des Gebäudes eingebettet, dann profitiert er von den nebenliegenden Wänden. Es macht einen Unterschied, ob sich der Raum im Kellergeschoss, im Dachgeschoss oder im Mittelteil des Gebäudes befindet. Ist der zu kühlende Raum in die Mitte des Gebäudes eingebettet, dann profitiert er von den nebenliegenden Wänden.

Fensterflächen

Viele Fensterflächen lassen im Sommer auch viel Wärme herein. Daher müssen Sie Räume mit großen Fenstern auch stärker klimatisieren.

Dämmung des Raumes

Bei einer guten Dämmung müssen Sie Räume weniger klimatisieren.

Technische Geräte

Gibt es viele technische Geräte wie Computer oder Beleuchtungen in einem Raum, die sehr viel Wärme abgeben?

Wie laut sind Klimaanlagen?

Die gute Nachricht: Klimaanlagen sind nicht besonders laut. Sollten sie plötzlich überdurchschnittlich laut werden und unnatürliche Geräusche verursachen, dann ist meistens etwas kaputt. Sehr gute Klimaanlagen sind nicht lauter als 50 Dezibel – das entspricht den normalen Geräuschen innerhalb der Wohnung oder einem Regenschauer, der gegen das Fenster rieselt.

Tipp:Sorgen Sie insbesondere bei Standgeräten dafür, dass sie nicht direkt an der Wand, sondern freistehen können. Dadurch kann die Luft besser zirkulieren und die Geräuschentwicklung wird reduziert.

Auf einen Blick: Vor- und Nachteile von Klimaanlagen

Wer einmal im Sommer bei hohen Temperaturen Erleichterung durch eine Klimaanlage erfährt, der möchte meistens nicht mehr darauf verzichten. Die Klimaanlage bietet einen erheblichen Mehrwert nicht nur im Sommer, sondern zu jeder Jahreszeit. Trotzdem stand die Klimaanlage in der Vergangenheit auch immer mal wieder in der Kritik. Wenn Sie noch unschlüssig sind, ob Sie eine Klimaanlage für den privaten oder gewerblichen Bereich kaufen wollen, dann finden Sie hier eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile einer Klimaanlage.

Das sind die Vorteile von Klimaanlagen

Klimageräte begeistern durch eine ganze Reihe an Vorteilen.

Optimales Raumklima

Das Raumklima mit der optimalen Temperatur und dem bestmöglichen Raumklima trägt entscheidend zum menschlichen Wohlgefühl bei. Nur so können Mitarbeiter im Büro konzentriert arbeiten und Menschen im privaten Haushalt gesund leben. Klimaanlagen können das Raumklima so optimieren, dass zu jeder Jahres- und Tageszeit eine angenehme und gesunde Atmosphäre entsteht.

Saubere Raumluft

In den meisten Klimaanlagen sind Luftfilter eingebaut, die Schadstoffe aus der Luft herausfiltern. Dies leistet einen entscheidenden Beitrag zu einer sauberen und Gesunden Luftqualität.

Erleichterung für Allergiker

In vielen Klimaanlagen ist ein Pollenfilter integriert, der Allergene aus der Luft filtern kann. Insbesondere beim Pollenflug kann die Klimaanlage die Symptome mildern und für einen angenehmen Schlaf sorgen.

Entfeuchtung der Luft

Moderne Klimageräte können nicht nur kühlen oder heizen, sondern auch die Luft entfeuchten. Das verbessert nicht nur die Luftqualität, sondern senkt auch das Risiko der Schimmelbildung.

Das sind die Nachteile von Klimaanlagen

Immer wieder liest man auch von den Nachteilen, die ein Klimagerät nach sich ziehen kann. Wir nehmen diese Nachteile an dieser Stelle genauer unter die Lupe.

Gesundheitsschädliche Kühlmittel

Lange Zeit wurden gesundheitsschädliche Kühlmittel eingesetzt, die langfristig bedenklich waren für den menschlichen Organismus. Dazu gehören zum Beispiel chlorierte Kohlenwasserstoffe, die mittlerweile aber verboten sind, weil sie die Ozonschicht angreifen. Mittlerweile wurden schon natürliche und auch umweltfreundliche Kältemittel entwickelt, die keine Gift- und Schadstoffe mehr enthalten. Insgesamt überwiegt der gesundheitsfördernde Aspekt der Anlagen, die bei extremer Hitze für eine angenehme Kühlung sorgen und im Winter für eine Wohlfühltemperatur.

Erlaubnis des Vermieters in Mietwohnungen

Wenn Sie eine Split-Klimaanlage in eine Mietwohnung einbauen wollen, müssen Sie vorab immer die Erlaubnis des Vermieters einholen. Oftmals wird bei der Installation ein Wanddurchbruch nötig.

Gefahr von Zugluft

Klimaanlagen standen häufig in der Kritik, weil sie durch Zugluft Atemwegserkrankungen auslösen können. Dies ist bei heutigen Klimageräten aber nur dann der Fall, wenn sie nicht richtig eingestellt sind. Umso wichtiger ist es, sich mit den Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten der Klimaanlage vertraut zu machen.

Tipp: Klimaanlage regelmäßig warten lassen für effektiven und sicheren Betrieb Sehr lange hielt sich der Mythos, dass Klimaanlagen der Ursprung von Krankheitskeimen sind, die immer wieder in die Raumluft geblasen werden. Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall: Durch hochwertige Filter werden Schadstoffe aus der Luft gefiltert, die dadurch sauber bleibt. Wichtig ist jedoch eine regelmäßige Wartung der Anlagen. Andernfalls können sich Keime, Pilze und Bakterien darin festsetzen, die wiederum zu einem dauerhaften Schnupfen, gereizten Schleimhäuten und Atemproblemen führen können. Nur bei richtiger Anwendung und regelmäßiger Warten inkl. Partikelfiltertausch können Sie Ihre Klimaanlage ohne gesundheitliche Bedenken betreiben und genießen.

Stromverbrauch einer Klimaanlage: Der Mythos vom Stromfresser

Unbestritten galten Klimaanlagen in der Vergangenheit als wahre Stromfresser. Durch veraltete Technik musste sehr viel Primärenergie aufgebracht werden, damit Innenräume die gewünschte Kühlung bekamen. Hinzu kam die Umweltverschmutzung durch schädliche Klimamittel. Heute sind Klimaanlagen mit modernster Technik auf dem Markt, die sehr energiesparend arbeiten und sich kaum noch auf der Abrechnung bemerkbar machen. Es lohnt sich also, die Mehrkosten in ein sehr gutes Gerät zu investieren und damit langfristig Strom zu sparen.

Wie hoch sind die Stromkosten für eine Klimaanlage?

Um einen Anhaltspunkt für die benötigten Stromkosten der Klimaanlage zu bekommen, werfen Sie einen Blick auf den Verbrauch. Dieser wird vom Hersteller pro Stunde angegeben. Ein Klimagerät mit einer Leistung von 1,8 kW verbraucht in der Stunde also 1800 Watt. Diese Zahl multiplizieren Sie mit Ihrem derzeitigen Strompreis und errechnen damit die ungefähren Stromkosten. Wenn Sie Ihr Klimagerät ein Jahr lang in Betrieb haben, dann können Sie für die Folgejahre abschätzen, wie viele Stunden Sie das Gerät etwa laufen lassen.

Die Inverter-Technologie als energieeffiziente Innovation in der Klimatechnik

Die zuvor beschriebene Technologie wird auch als On- Off-Technologie beschrieben, da der Regler zur Raumtemperatur im laufenden Betrieb ständig ein- und ausgeschaltet werden muss. In die Inverter-Klimaanlage ist ebenfalls ein Kompressor eingebaut, der das Kältemittel verdichtet, um es besser zu transportieren. Der Unterschied besteht allerdings in der flexiblen Leistungsaufnahme. Im Gegensatz zur klassischen Technologie ist einem Inverter-Gerät kein Vollastbetrieb nötig.

Geringer Stromverbrauch und maximales Energiesparpotenzial

Wenn die gewünschte Raumtemperatur erreicht wurde, dann schaltet sich das Klimagerät automatisch aus und regelt sich ebenso automatisch bei Bedarf wieder hoch. Diese Technologie verläuft stufenlos und ist extrem energiesparend. Die Inverter-Geräte benötigen zudem etwa ein Drittel weniger Zeit, bis die gewünschte Temperatur im Raum erreicht wurde. Inverter-Geräte können nicht nur kühlen, sondern auch heizen. Ihre Heizleistung ist um etwa 60% höher.

Vorteile der Inverter-Technologie auf einen Blick

  • Hohes Energiesparpotenzial
  • Erreichen Höchstleistung nur dann, wenn sie erforderlich ist
  • Schnelle und effiziente Klimatisierung
  • Heizung & Kühlung in einem Gerät
  • Schnelle Montage dank Schnellverschlüssen

Tipps zum Stromsparen bei Klimageräten

Die richtige Effizienzklasse

Je besser die Energieeffizienzklasse, desto niedriger der Stromverbrauch. Diese Regelung gilt für alle technischen Geräte, insbesondere aber auch für Klimaanlagen.

Fenster und Türen schließen

Eine Klimaanlage kann nur dann effizient betrieben werden, wenn Fenster und Türen geschlossen bleiben. Steht im Sommer das Fenster offen, dann strömt permanent neue, warme Luft nach und der Energieverbrauch steigt ins Bodenlose.

Räume verschatten

Damit sich Ihre Räume nicht unnötig aufheizen, sollten Sie im Sommer die Fenster und Glasflächen nach Möglichkeit mit Jalousien verschatten.

Öffnungen freihalten

Die Ansaug- und Abluftwege können durch Laub und Schmutz leicht verstopfen. Halten Sie diese also immer frei und kontrollieren Sie sie regelmäßig.

Regelmäßige Wartung

Eine Klimaanlage muss regelmäßig gereinigt und gewartet werden, damit sie funktionstüchtig bleibt. Sie beugen durch eine regelmäßige Wartung auch der Verbreitung von Bakterien und Schimmelpilzen vor.

Fazit: So funktionieren Klimaanlagen für den gewerblichen oder privaten Gebrauch

Klimaanlagen gibt es heute in diversen Varianten und Ausführungen, aber trotzdem ist die Funktionsweise immer dieselbe. Die warme Luft im Zimmer wird angesaugt, in den Kompressor geführt, dort verdichtet und mithilfe der zusätzlich zugeführten Außenluft gekühlt. Der Prozess wiederholt sich so lange, bis die gewünschte Temperatur erreicht wird. Dabei gibt es mittlerweile schon eine Reihe modernster Technologien wie die Inverter-Technologie, mit denen die Geräte noch energieeffizienter arbeiten können. Gute Klimageräte können heute nicht nur kühlen, sondern auch heizen und gleichzeitig die Raumluft entfeuchten. Sie arbeiten geräuscharm, energiesparend und sind für jede Raumkonstellation erhältlich.

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